Start

Minitopia möchte Plattform, Keimzelle und Spielplatz urbaner Selbstversorgung sein. In einer alten Brummi-Werkstatt mit Halle, Werkstätten und 1000 m² verwilderter Außenfläche im Outback von Hamburg-Wilhelmsburg wollen gemeinsam mit Euch ausprobieren, ob und wie wir uns in Zeiten der Globalisierung mit den Ressourcen vor Ort, unseren eigenen Händen und gegenseitiger Unterstützung in der Stadt überhaupt noch selbst versorgen könnten. Wir testen vergessene Methoden und erfinden neue Konzepte für zukunftsfähige Lösungen, um den Herausforderungen unserer „modernen“, industrialisierten und globalisierten Welt zu begegnen. Unser Gelände steht ausdrücklich auch anderen Bildungsträger:innen für ihre Projekte zur Verfügung! Und um die Betriebskosten zu stemmen, könnt Ihr unsere Räume auch für Fotoshootings, Videodrehs, Betriebsfeiern oder die romantische Gartenhochzeit mieten!

Ziele

Jede Krise beinhaltet gleichzeitig die Möglichkeit der Wandlung und Weiterentwicklung. Wir möchten in erster Linie dazu ermuntern, den z.T. beängstigenden Folgen der Globalisierung nicht mit Ängsten, Verzweiflung oder Schuldzuweisungen zu begegnen, sondern mit Kreativität, Experimentierfreude und Spaß am Gestalten.

Bausteine

  • Selbstversorger-Beete

Wichtiger Bestandteil des Projekts ist unser Selbstversorger-Garten nach den Prinzipien der Permakultur. Gemeinsam finden wir heraus, wie wir auf kleinstem Raum, ohne künstliche Hilfsmittel und mit minimalem Energieaufwand maximale Erträge für den Eigenbedarf ernten können. Unsere Beete werden die Saison über von festen Teams betreut. Trotzdem haben wir genügend Platz, um uns permakulturmäßig so richtig auszutoben. Wer sich einem der Gemüse-Teams anschließen möchte, ein Bohnentipi, einen Pilzgarten oder einen Naschgarten anlegen oder schon immer mal Fassadenbegrünung ausprobieren wollte: Meldet Euch!

  • Do-It-Yourself-Werkstatt

Weiterer Bestandteil von “Minitopia” ist eine “Do-It-Yourself”-Werkstatt für handwerkliche Projekte, in der Werkzeuge, Wissen und tatkräftige Unterstützung zur Verfügung gestellt werden, um Alltagsgegenstände mit einfachen Mitteln selbst herzustellen bzw. kreativ zu recyceln und einfache Reparaturen selbst durchführen, anstatt Kaputtes wegzuwerfen und neu zu kaufen. Im Rahmen von Workshops bauen wir Wurmkisten, Salatbäume, Nisthilfen oder Solarkocher; Ihr könnt Euch aber auch für eigene Projekte zeitweise in unserer Werkstatt einmieten oder eigene Workshops anbieten.

  • Upcycling-Atelier

Im Upcycling-Atelier werden wir kreativ und zaubern allerhand Zauberhaftes aus Altpapier, Altkleidern, Altglas, Kunststoffverpackungen und sonstigem „Müll“. Nein wir verkaufen nichts. All das müsst Ihr bei uns schon selbst machen. In Workshops zeigen wir Euch, wie Ihr aus Stoffresten nachhaltige Bienenwachstücher, Kaffee- und Teefilter, Brotbeutel oder Einkaufstaschen; aus Pappmache dekorative Schüsseln, Schmuck oder kleine Kunstwerke oder aus Wollresten Pullover, Topflappen oder Baumschmuck herstellen könnt.

  • Projektküche

In unserer Projektküche lernen wir, Reste zu verwerten, Lebensmittel haltbar zu machen, umweltschädliche Produkte ohne großen Aufwand durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen und dadurch nicht nur Geld zu sparen, sondern auch große Mengen Abfall, Plastik und ungesunder Zusatzstoffe zu vermeiden. Bei gemeinsamen Koch-Aktivitäten und im Rahmen von Workshops werden traditionelle Methoden zur Verarbeitung von Lebensmitteln ausprobiert und viel Wissen zu natürlicher Ernährung geteilt.

Übrigens: Wir lieben Müll!
Weil wir daraus noch richtig viele großartige Sachen machen können. Dabei steht insbesondere das Upcycling von Müll zu Kunst- oder Bauprojekten, um die vorhandenen Materialien im Sinne der Kreislaufwirtschaft ihrem nächsten Verwendungszweck zuzuführen. Diese bekommen wir in Form von Sachspenden – von alten Gummireifen und ausrangierten Holzbohlen ist bis zu Farbresten und ausgedienten Stoffen alles dabei. Besonders am Herzen liegt uns außerdem das Kochen mit geretteten Lebensmitteln,  Resten aus der Solidarischen Landwirtschaft oder mit dem im Permakulturgarten selbst angebauten Gemüse. Hier eine kleine Übersicht unserer Aktivitäten, um Wasser, Energie und Abfall einzusparen:

  • Zur Bewässerung des Garten fangen wir Regenwasser auf und mulchen unsere Beete, um Wasser zu sparen.
  • Wir nutzen Komposttoiletten und informieren über die Abwasser-Problematik.
  • Wir vermeiden Plastikverpackungen und nutzen wiederverwendbare Hilfsmittel, z.B. Brot-/Gemüsebeutel, Bienenwachstücher, Dauer-Kaffee-/Teefilter, Dauerbackfolie, Schraubgläser etc..
  • In unserer FoodKoop kaufen wir Trockenware in verpackungsarmen Großgebinden, wo möglich von lokalen Anbietern; die Ernte aus unserer Solawi wird verpackungsfrei in Kisten zum Selbstabwiegen ausgeliefert.
  • Bei Großveranstaltungen nutzen wir essbares Einweg-Geschirr (aus Maisstärke) oder zumindest kompostierbares Geschirr/Besteck.
  • Wir sind überwiegend mit energiesparender LED-Beleuchtung ausgestattet.
  • Wir machen Lebensmittel haltbar und verwerten Reste.
  • Wir trennen Müll und “entsorgen” Biomüll in mehreren Wurmkompostern.
  • Beete, Möbel etc. bauen wir ausschließlich aus alten Gerüstbohlen/Holzresten.
  • Batterien laden wir mit unserem Windrad auf.
  • In Workshops verwenden wir zum Kochen selbstgebaute Solarkocher und Kochkisten oder kochen auf offenem Feuer.
  • In unserer Werkstatt arbeiten wir ausschließlich mit Recycling-Material bzw. Materialresten.
  • In unserer Nähwerkstatt arbeiten wir ausschließlich mit Altkleidern und Stoffresten.
  • Beim Kauf von Produkten achten wir auf Umwelt- und Sozialverträglichkeit, z. B. Fair Trade- und Bioprodukte.