Unterstützen

Wenn jemand einen Antrag macht, ist das meist Anlass zur Freude. Außer das Gegenüber beantwortet den Antrag negativ. Dann ist das für gewöhnlich ein völlig erschütterndes Ereignis.

Auf Minitopia werden viele Anträge gestellt und einige werden positiv beschieden und andere nicht und jeder fordert Einsatz und Willen und ist entscheidend.

Denn der Träger von Minitopia ist ein eingetragener Verein. Ein gemeinnütziger Verein, der sich für bürgerschaftliches Engagement und umwelt- und entwicklungspolitische Bildung einsetzt. Alternation e.V. Somit lebt Minitopia von Spenden und Fördergeldern. Denn selbst Geld zu erwirtschaften ist gesetzlich nur in einem sehr begrenzten Rahmen möglich.

Also werden Stiftungen und andere Förderer angeschrieben und unter Vorstellung konkreter Vorhaben um Hilfe gebeten. Und von ihrem Gutdünken hängt es ab, welche Projekte verwirklicht werden können. Aber es hängt noch viel mehr dran. Die monatliche Pacht muss aufgebracht werden, Strom und Wasser wollen bezahlt sein, Material und Werkzeug für die offenen Werkstätten müssen bereitgestellt werden, was kaputt geht muss ersetzt werden.

Jeden Monat stehen Stevie und Käthe also vor diesem Berg Fixkosten und müssen zusehen, wo sie mit welcher Aussicht auf Erfolg welchen Antrag einreichen können.

Je nach Betrag und Stiftung sind diese Anträge mehr oder weniger aufwändig. Nicht selten muss ein detailierter Finanzplan eingereicht werden und wenn dieses Geld dann bewilligt wird, ist es zweckgebunden für eben jenen angegebenen Zweck. Es ist ein endloses Wirrwarr im Paragraphen-Dschungel, durch den die beiden sich da wälzen. Ohne sich selbst Gehalt zu zahlen, wohlgemerkt. Das ist im Moment einfach nicht drin.

Man kann sich auch nicht an jeden potenziellen Geldgeber wenden. Natürlich könnte man mal bei einem Konzern anfragen, der sich hinstellt und sagt, Wasser sei kein Menschenrecht und Grundwasser in den ärmsten Gebieten der Welt abschöpft, um es den Ärmsten dann abgefüllt in Flaschen zu verkaufen. Könnte man. Und vielleicht würde dieser Konzern auch aus medienwirksamen Kalkül – getarnt als reine Nächstenliebe – Gelder fließen lassen. Aber wie soll sich das mit der Idee hinter Minitopia vereinbaren lassen? Nein. Das geht nicht. Es muss anders gehen.

Und manchmal flattert ein Betrag ins Haus, mit dem Minitopia wieder ein paar Wochen Boden unter den Füßen hat. Bis Ende des Jahres 2017 bleiben die Füße trocken. Danach? Mal sehen. Es sind noch einige Anträge in Bearbeitung. Irgendwie wird es schon weitergehen.

Wir, die wir uns an diesem kleinen Utopia erfreuen, können auch unseren Teil dazu beitragen. In dem wir die Angebote und Veranstaltungen von Minitopia nutzen, hingehen und helfen, Freunde einladen, für unsere Apfelschorle eine Spende ins Glas werfen, Schrauben und Nägel mitbringen, Vogelfutter, Saatgut, gut erhaltene Werkzeuge… Es gibt viel, was gebraucht wird.

Wer den ein oder anderen Euro rumliegen hat, kann ihn auch direkt spenden unter:

Alternation e.V.
GLS Bank
IBAN: DE63 4306 0967 1165 6611 00
BIC: GENODEM1GLS

Spenden kann man übrigens bei der Steuererklärung geltend machen! Bis zu 20% des jährlichen Einkommens!

Minitopia ist ein Ort für alle.

Wer sein Wissen in Form von Workshops anbieten will, dem stehen die Räumlichkeiten mietfrei zur Verfügung – vorausgesetzt, der Kurs ist für die Teilnehmer umsonst. Damit alle die gleichen Chancen haben, Angebote wahrzunehmen. Unabhängig vom Geldbeutel.

Minitopia bietet für uns alle Möglichkeiten zur Entfaltung und Entwicklung.

Jedem steht hier die Tür offen. Zusammen können wir dafür sorgen, dass es auch so bleibt!

Also – lass klimpern!