Food Koop – it goes on and on!

Am vergangenen Sonntag haben sich ca. 10 Leute getroffen um weiter in die Planung der FoodKoop zu gehen. Die meisten waren schon beim ersten Planungstreffen dabei, aber einige haben sich auch neu eingefunden. Wie schön!

Wir haben seit dem letzten Mal eine Umfrage unter den Teilnehmern durchgeführt, an der 11 Leute teilgenommen haben. Daraus ergaben sich folgende Informationen:

Welche Eigenschaften sind dir am wichtigsten? (von 1 bis 6)

Verpackungsarm (4,4)

regional (4,3)

Direktbezug vom Erzeuger (4,2)

Fair gehandelt (4,1)

Ökologisch produziert (4,0)

Günstig (3,3)

 

Welche Produkte würdest du auf jeden Fall beziehen wollen?

91% Hülsenfrüchte

82% Reis

je 73% Mehl und Öl

je 64% Kerne und Klopapier

je 55% Nudeln, Kaffee, Nüsse

45% Kernseife

Was würdest du noch gerne über eine FoodKoop beziehen?

Getreide statt Mehl, Getränke: Premium Cola & Bier, Geschirrspülmittel, Passierte Tomaten, Haferflocken, Schokolade, Bulgur, Salz, Weingummi, Datteln u.a. Trockenfrüchte, Zucker, Couscous

Außerdem haben ein paar fleißige Foodies schon mal einige wichtige Fragen recherchiert und Antworten mitgebracht. So gibt es zum Beispiel keine hygienischen Vorschriften, die eine Food Koop erfüllen müsste (außer denen, die wir uns in unserem Sinne selbst auferlegen).

Der Wunsch nach einem direkten Bezug zum Erzeuger ließ sich nach einigem Abwägen – erstmal – nicht bei allen Produkten halten. Denn je mehr Erzeuger, desto mehr Anfahrten, desto Schrott der ökologische Fußabdruck. So hätten wir gerne das Getreide des Solawi-Landwirts bezogen, aber dafür braucht es eine Mühle. Eine Mühle zu kaufen ist – vorerst – eine zu hohe Investition und zu wartungsintensiv. Eine andere Idee, das Getreide zur Mühle Johanna zu bringen, wurde auch verworfen, da dafür auch eine Infrastruktur geschaffen werden muss und Umwege nötig sind, die derzeit noch in keinem Verhältnis stehen. Romantik vs. Aufwand. Aber all das haben wir auf dem Zettel für zukünftige Projekte!

Einen Bezug zu unserem zukünftigen Öl- und Reis-Lieferanten haben wir aber schon. Es handelt sich hierbei um Saboritas bei Valencia. Die kleine Agrargenossenschaft hat keine Homepage, aber bei Facebook findet ihr sie hier und hier gibt es eine kleine Slideshow die erklärt, wie und warum Saboritas arbeitet. Einige Minitopisten haben dort schon im vergangenen Jahr bestellt und waren hellauf begeistert.

Für Kaffee haben wir auch schon einige Anbieter im Auge:

Kaffeekollektiv Aroma Zapatista (Veringshöfe)

Quijote Kaffee (Rothenburgsort)

Speicherstadt Kaffeerösterei

El Rojito (Ottensen)

oder auch TEIKEI – Gesegelter und solidarischer Kaffee aus Mexiko

Für den Rest haben wir uns erstmal für bio-food-coop.de entschieden – einen Onlinehandel bei dem es Großgebinde gibt.

Wir haben eine Probebestellung gemacht, um folgende Produkte zu testen:

Mandeln 5kg

Hasselnuss 6x200g

Kürbiskerne 1,2kg

Weizenpenne 5kg

Vollkornpenne 5kg

Rote Linsen 5kg

Berglinsen 3kg

Dinkelmehl 1050 8kg

Damit werden wir ein Probekochen veranstalten! Falls ihr ein konkretes Interesse habt, an der Food Koop zu partizipieren und gerne wissen wollt, wann das Probekochen stattfindet, könnt ihr den Termin und die Konditionen hierzu gerne via Email bei charly@minitopia.de erfragen. Da wir nicht unendliche viele Menschen mit der Probebestellung versorgen können, ist der Termin nicht öffentlich und die Teilnehmerzahl begrenzt.

Weiterhin gibt es viele offene Fragen.

Wie viel Kohle brauchen wir? Wie hoch ist die Einlage, die jeder Foodie beim Eintritt leistet (diese Einlage wird bei Verlassen nicht wieder ausgeschüttet)? Brauchen wir ein eigenes Konto? Zahlen wir “Miete” an Minitopia? Welche Behältnisse, wie viele und welche Regale? Wir haben 50 kg Fässer, ca. 10 Stück. Wie läuft die Abrechnung? Hierzu haben sich schon drei Menschen zusammengefunden, die an einem Warenwirtschaftssystem tüfteln, dass möglichst einfach alles verbindet.

Es ist wirklich eine tolle Truppe, die sich da zusammengefunden hat und es macht richtig Spaß! Vielleicht drucken wir sogar T-Shirts – wie in einer richtigen Gäääng! Willste mitmachen? Kein Problem! Lies die Protokolle, melde dich an, los geht’s!

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir auf den kommenden Veranstaltungen nicht nochmal “von vorne” anfangen.

Was eine FoodKoop ist, welche Varianten es gibt, etc. findet ihr in unserem Artikel FoodKoop auf Minitopia – Wie kann das aussehen?, was wir schon rausgefunden haben findet ihr hier und wo wir gerade stehen, haben wir euch soeben dargelegt.

Wir bemühen uns, nach jedem Termin einen Zwischenstand zu veröffentlichen, so dass auch die Entstehungsgeschichte dieser FoodKoop für euch transparent ist und ihr “quer einsteigen” könnt, wenn ihr möchtet.

2 Gedanken zu „Food Koop – it goes on and on!“

  1. Hallo Charly,

    ich konnte bisher nicht kommen, bin aber immer noch interessiert. Würde mich über Benachrichtigung zum nächsten Termin freuen.

    Danke, Cordula

    1. Hallo Cordula,

      ich habe dich in den Verteiler mitaufgenommen und schicke dir direkt eine Bestätigung via Email hinterher. Bitte einmal checken, ob diese ankommt, ggf. Spam durchwühlen 😉

Schreibe einen Kommentar