Food Koop auf Minitopia – Wie kann das aussehen?

Bei herrlichstem Wetter gab es am Samstag auf Minitopia eine Infoveranstaltung zum Thema Food Koop. Denn auch das gehört für uns zur Selbstversorgung dazu.

Aber was ist eigentlich eine Food Koop, also eine Food Kooperation?

Wikipedia sagt: “Ziel ist, in und mittels einer Gemeinschaft größere Mengen Lebensmittel direkt von den Erzeugenden zu beziehen und dadurch z. B. Mindestbestellmengen im Großhandel, Rabatte oder Lieferungen an bestimmte Orte zu erreichen: Mitglieder können also z. B. ohne die Gewinnmarge des Einzelhandels preiswerter einkaufen. Foodcoops funktionieren in der Regel mittels Arbeitsteilung und kollektiver (Selbst)Verwaltung, die Vereinzelung der Verbrauchenden wird aufgehoben und Konsumierende mit ähnlichen Lebensstilen finden sich zusammen.”

Für uns bedeutet das auch, dass

  • wir eine Verbindung zu den Erzeugern herstellen, dass wir wissen wollen, wo unsere Produkte herkommen und unter welchen Bedingungen sie produziert werden. Gerade kleine Betriebe können sich eine teure Bio-Fairtrade-Ökogedöns-Zertifizierung oder ein Lifestyle-Schickimicki-Marketing nicht leisten, sind deshalb aber nicht weniger bio, fair oder schick.
  • wir bei vielen Produkten Verpackungen einsparen können, wenn wir sie in großen Gebinden bestellen.
  • wir uns unabhängig machen von den Angeboten, die die Supermärkte uns vorgeben. Wir können gemeinschaftlich entscheiden, welchen Produkten wir den Vortritt geben und welche Gesichtspunkte (fair, bio, regional, ec.) uns wichtig sind.
  • wir eine Gemeinschaft bilden, in der Austausch und Miteinander stattfinden kann, sei es bei einem gemeinsamen Plenum, Aufgabenverteilung, Planungsgruppen oder gemütlichen Koch- und Backabenden, welche auf Minitopia ab dem Frühjahr wöchentlich stattfinden werden.

Es gibt drei Arten von Food Koops:
Bestell-Food Koop – hier wird gemeinschaftlich bestellt, um bspw. Rabatte zu bekommen und die Lieferung gleich unter den Mitgliedern verteilt.
Lager-Food Koop – hier wird gemeinsam bestellt und die Ware gelagert, so dass die Mitglieder der Food Koop bei Bedarf abholen können, was sie benötigen.
Mitgliederladen – hier gibt es in der Regel Angestellte, die Waren an Mitglieder vergünstigt abgeben. Der Unterschied zu normalen Läden ist gering, der finanzielle Aufwand eher hoch.

Die von Minitopia angestrebte Form der Food Koop ist die Lager-Food Koop, da wir zum einen die räumlichen Ressourcen für die Lagerung großer Mengen haben, als auch den Platz um sich in größerer Runde gesellig auszutauschen. Zudem haben wir bereits bestehende Strukturen von Haupt- und Ehrenamtlichen, so dass die Lagerräume an den meisten Tagen zugänglich wären.

Zu klären bleibt, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, um die Food Koop finanziell auf sichere Füße zu stellen – Vorkasse, Mitgliedsbeiträge, Lottogewinn – welche Produkte sind überhaupt interessant, welche Kriterien wollen wir bei der Ware erfüllt sehen?

Was sich diese Food Koop weiterhin vornimmt und wie sie sich entwickelt hängt aber natürlich auch vor allem von den Mitgliedern ab! Also euch?!

Wer also genaueres erfahren und auch aktiv mitgestalten will, ist herzlich eingeladen, am 16.03. um 15 Uhr nach Minitopia zu kommen! Hier besprechen wir das weitere Vorgehen und freuen uns auf eure Anregungen und Ideen!

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns bei Christoph von der Food Koop St. Pauli, der uns seine Zeit geschenkt hat und uns an seinem 30-jährigen Food Koop Erfahrungsschatz teilhaben hat lassen! Danke, Christoph! Mit soviel Know-How, auf das wir zurückgreifen dürfen, kann ja gar nichts schief gehen!

2 Gedanken zu „Food Koop auf Minitopia – Wie kann das aussehen?“

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