Unfair Tobacco – Deutscher Bio-Tabak als Alternative zum unfairen Kolonialprodukt?

Zugegeben: Bei unserer Vortragsreihe ist das Thema Tabak eines der kritischsten und wurde im Vorwege am meisten diskutiert. Aber das Thema war in der Vorbesprechung einfach zu spannend, als dass wir es Euch vorenthalten wollen. Ausdrücklich möchten wir darauf hinweisen, dass es uns hier nicht um die gesundheitlichen Schäden durch Tabakkonsums geht; hierzu gibt es ausreichend Informationen, die wir auch unbedingt zum Lesen empfehlen, z.B. hier: https://www.maviesanstabac.lu/de/die-schaedlichen-auswirkungen-des-tabakkonsums/

Zentrale Themen unserer Vortragsreihe “Unsere FairAntwortung” sind die Schattenseiten des Handels mit Produkten des Globalen Südens und die Suche nach fairen Alternativen. Bei Schokolade, Kaffee, Südfrüchten und Co. müssen wir über lokale Versorgungswege gar nicht erst nachdenken, wächst hier einfach nicht. Und Tabak? Ja, da wird es interessant. Tatsächlich hat der Tabakanbau in Deutschland eine 400jährige Tradition. Wikipedia weiß: Nach einer Urkunde aus der Pfalz soll der erste Tabak in Deutschland 1573 in einem Pfarrgarten in Speyer angebaut worden sein, damals noch zur Anwendung in der Medizin. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Tabak dann für die kleinbäuerliche Landwirtschaft eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Was dann geschah, warum wir heute nirgends Tabak aus Deutschland kaufen können und ob regionaler Tabakhandel überhaupt funktionieren kann, erzählt uns Jörg Bähr vom Landesverband Rheinland-Pfälzischer Tabakpflanzer e. V. und der einzige Biotabak-Bauer aus Deutschland, am 24. September um 19 Uhr auf Minitopia.

Wir möchten diese Veranstaltung unbedingt in Präsenz durchführen und daher ist die Teilnehmendenzahl leider begrenzt, mit 3G-Regel und festen Sitzplätzen. Wir freuen uns über Anmeldungen: https://www.minimarkt-minitopia.de/home/24-09-21-Deutscher-Bio-Tabak-%E2%80%93-mehr-Mythos-als-Mysterium-p394059109