Wo fangen wir an?!

Seit „ohne Moos nix loos!“ ist sehr viel passiert!
Minitopia ändert sich quasi täglich!
Jeden Tag schauen neue Gesichter rein, hören wir neue Ideen und Geschichten, finden wir Dinge auf dem Gelände, schenken uns Menschen schöne Sachen. Dazu finden nun regelmäßig Workshops und Veranstaltungen statt, die wir koordinieren, die alltägliche Administration mal ausgeklammert. Kurzum: Wir schaffen es einfach gerade nicht unseren Blog so zu füttern wie wir das eigentlich vorhatten.  Dafür an dieser Stelle ein sehr kurzes SORRY. Wir arbeiten wirklich daran, dies zu ändern.

Aber so viel steht fest: Wir sind überwältigt!
Denn so einen enormen Zuspruch für Minitopia hätten wir uns im Leben nicht erträumen können. Anscheinend treffen wir den Zahn der Zeit und haben einen Ort geschaffen, der tatsächlich keine Utopie mehr ist. Hier mal kurz eine  Zusammenfassung der letzten Monate:

März:
Es ist immer noch richtig kalt draußen und wir sind zwar im Februar bereits in unsere Halle eingezogen, doch an richtig loslegen war da kaum zu denken. Viel zu viel war noch zu reparieren und es war für vieles einfach auch zu kalt. Im März konnten wir dann richtig Gas geben und die ersten Möbel, sowie unser Herzstück – den Tresen – bauen. Dazu kamen viele Putzaktionen, Müll entsorgen, Materialien sichten, Stiftungsanträge, Planung der Eröffnung und der Crowdfundingkampagne, sowie tatsächlich ein erstes Interview (Danke MOPO!). Ach und die ersten Samen haben wir in die Erde gesetzt.

April:
Lektion zwei: alles dauert länger als man denkt. Unser Tresen und die Sitzmöbel wurden nach wochenlanger Arbeit tatsächlich einen Tag vor der Eröffnung fertig. Dafür ist jedes Stück ein Unikat und wir sitzen daran jeden Tag stolz wie Bolle und streicheln jede einzelne Maserung. Auch das Crowdfunding-Video steht endlich, sowie die Kampagne dahinter. Einladungen zum Opening inklusive kleiner Samentütchen sind verschickt, Catering mit der Stübi Barista ist gebucht, Getränke sind da. Alles läuft. Am Tag selbst kommen dann tatsächlich über 100 Leute zu uns ans Ende der Welt! Wir sind überwältigt, haben Fransen am Mund vom vielen reden, Blasen an den Füßen vom Laufen, aber Grinsegesichter vor Freude. Keine Zeit zum Ausruhen: Nun läuft das Crowdfunding. 12.000 Euro als Ziel. Wie wollen wir das bloß schaffen? Wir haben ja gar keine Crowd, oder doch?
Im April ging es dann auch endlich raus in den Garten. Oder besser gesagt in die Brombeerwalze. Dank Machete und Jan gab es bald Wege und frei betretbare Flächen. Dinge offenbarten sich, die wir – und wahrscheinlich seit 30 Jahren auch kein anderer – nie zuvor gesehen hatten. Ein überwucherter kleiner Gabelstabler (Lil‘ Bob), diverse Roller, Rohre, riesige Bohrer, ein alter Anhänger, unzählige Kuriositäten. Was tun mit all diesen „Schätzen“? Wir hatten eigentlich einen engen Zeitplan, schließlich sollten Ende Mai die Beete stehen und Pflanzen gesetzt werden. Doch nun mussten wir Eigentümerverhältnisse ermitteln, mit Schrotthändlern sprechen, Müll entsorgen, Brombeeren vernichten und nebenbei noch die ganzen anderen Dinge tun, die man so tut, wenn man ein Projekt anschiebt…Crowdfunding zum Beispiel.

Mai:
Die ersten Workshops finden nun auf Minitopia statt und wir haben eine feste Gartengruppe an Board. Fast zwanzig Leute werden mit uns die Saison über im Garten verbringen, Hochbeete bauen und die Workshops zur Permakultur besuchen. Es fühlt sich unglaublich gut an, diese Leute bei uns zu haben. So viele Ideen, Inspirationen und schon jetzt so viel Wissen! Nach dem Einführungskurs zur Permakultur, folgte der Kurs zur „Gestaltung„. Ein ganzes Wochenende haben wir hier die Köpfe zusammengesteckt und Minitopia analysiert. Was gibt das Gelände her? Wo sind seine Grenzen und Möglichkeiten? Wie ist der Lauf der Sonne? Woher kommt der Wind? Welche Strukturen brauchen wir in der Gruppe? Welche Wünsche haben wir für unseren Paradiesgarten. Wow. Wir haben jetzt einen Plan, oder zumindest eine bessere Vorstellung davon was wir wollen und was möglich ist. Also lernen wir als nächstes, wie man Hochbeete baut und füllt. Dann tauschen wir fleißig Pflänzchen und Samen aus….Ach und da war ja noch das Crowdfunding… Ende Mai bepflanzen wir tatsächlich die ersten Hochbeete!  Uuuund haben erfolgreich 12.466 Euro von der Crowd eingesammelt!! Yippieeeee!

Juni:
Es wird nicht ruhiger, aber geordneter. Wir haben nun unsere feste Gartengruppe, die jeden Tag zum gießen kommt und fleißig Gartentagebücher schreibt. Außerdem feste Öffnungszeiten und jeden Samstag offenen Hands-On-Tag. Donnerstag ist immer ein offener Werkstatttag mit Nick – für alle, die gerne mit Holz bauen. Hinzukommen die Kindergruppen (Kita, Stübi, Minitopia Kids) und unsere themenbezogenen Workshops wie z.B. Komposttoilettenbau, Kräuterwanderung, Bogenbauen & -schießen. Zudem wird es im Sommer viel Platz für kulinarische Events geben, die wir gerade planen. Mal schauen was der Juli so bringt. Stay tuned.

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